Vereine, Stützen in unserem gesellschaftlichen Leben

Die Vereine sind in einem Ort unserer Größenordnung noch immer unverzichtbar für den Zusammenhalt der Ortsgemeinschaft und die Lebensqualität ihrer Bewohner und das trotz Fernsehen, Internet und mannigfaltiger anderweitiger Zerstreuungen. Aber es ist unverkennbar, dass sich die Rolle der Vereine gewandelt hat. Sie sind für viele ihrer Mitglieder nicht mehr die lebenslange Gemeinschaft, in der Freizeit und Hobby freundschaftlich geteilt werden.

Immer mehr werden sie zu Dienstleistern, welche ihr sportliches oder kulturelles Angebot bereit halten für den Konsum von Leistungen, die man zeitweise abrufen will um sich in späteren Lebensphasen vielleicht ganz anderen Dingen zuzuwenden. Dies festzustellen, beschreibt nur einen gesellschaftlichen Wandel und ist völlig wertfrei. Darauf sollte sich auch die Gemeinde einstellen, die schon jetzt die Vereine finanziell unterstützt. Wie sehr könnten sich die Ehrenamtlichen, die ja die Hauptlast jeder Arbeit in den Vereinen tragen, entlastet werden, wenn sie durch eine hauptamtliche, professionelle Kraft unterstützt würden, die organisatorische, verwaltende Arbeiten leisten könnte und von der Gemeinde, gewissermaßen als Form der Kulturarbeit, weitestgehend getragen würde. Wo diese Kraft dann im Einzelnen anzusiedeln wäre, kann jetzt noch getrost der weiteren Diskussion überlassen bleiben. Ein weiteres Problem in Kleinostheim stellt der Wegfall der Hauptschule dar. Es fehlen den Vereinen dadurch Kinder ab 10 Jahren, da diese an ihrem Schulort an verschiedenen Aktionen wie Schul-AGs, Sport nach 13 Uhr, Vereinsaktionen in der Ganztagsschule etc. wahrnehmen. Andererseits fehlen unseren Vereinen diese Kooperationsmöglichkeiten mit den Schulen, da außer der Grundschule keine weitere Schulart in Kleinostheim vorhanden ist. Hier wäre eine gemeinsame Suche zwischen den Vereinen und der Gemeinde nach möglichen Lösungen wichtig.